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	<title>Kommentare zu: Reiserad / Randonneur</title>
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		<title>Von: Detlef</title>
		<link>http://www.rund-ums-rad.info/141/reiserad/comment-page-1/#comment-306</link>
		<dc:creator>Detlef</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 28 Aug 2009 19:30:34 +0000</pubDate>
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		<description>Hallo Herr Schmitt,

vielen Dank für die ausführliche Darstellung in Bezug auf die Scheibenbremsen.
Ich habe die Beschreibung entsprechend angepasst und hierzu auch Rücksprache mit einigen Herstellern von Reiserädern gehalten.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Hallo Herr Schmitt,</p>
<p>vielen Dank für die ausführliche Darstellung in Bezug auf die Scheibenbremsen.<br />
Ich habe die Beschreibung entsprechend angepasst und hierzu auch Rücksprache mit einigen Herstellern von Reiserädern gehalten.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Von: Helmut Schmitt</title>
		<link>http://www.rund-ums-rad.info/141/reiserad/comment-page-1/#comment-298</link>
		<dc:creator>Helmut Schmitt</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 27 Aug 2009 21:25:23 +0000</pubDate>
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		<description>Ich bezweifle, ob die Meinung über Scheibenbremsen ( &quot;die Gabel und den Rahmen verbiegen könnten&quot;) den Sachverhalt umfassend und richtig wiedergibt. Eine Tatsache ist unstreitig : Scheibenbremsen belasten Nabe und Speichen stärker als Felgenbremsen ( Seitenzug-, Froschbein-,Vau-Bremse ..).  Gleiche Bremskraft beim Kontakt  Reifen/Straße angenommen, sind die Belastungen der Gabel und des Rahmens infolge der Verzögerung auch gleich ( der Schwerpunkt von Fahrer,Rad und Gepäck liegt etwa über dem Tretlager in 1m Höhe). Die Reaktionskräfte der Felgenbremsen belasten die Gabelscheiden (die Seitenzugbremsen wirken nur auf die Gabelkrone !) und die Sitzstreben als Querkräfte in voller Höhe. Diese Querkräfte erzeugen Biegemomente, die zudem noch die Lenkkopflager belasten. Die Scheibenbremsen können so gedreht werden, daß die Gabel- bzw. Sitzstreben-Belastung  minimal wird. Tatsächlich sind die ausgeführten Bremsen so angelegt, daß sie nur einen kleinen Winkel zu Gabelscheide und Sitzstrebe haben. Das gilt auch dann,wenn die hintere Scheibenbremse innerhalb des Winkels Kettenstrebe/Sitzstrebe liegt. Die Reaktionskraft wird dann fast gänzlich von Längskräften in Gabelscheide oder Sitzstrebe (Kettenstrebe) aufgenommen. Es sei darauf hingewiesen, daß bei den üblichen linksseitigen Scheibenbremsen vorn ein Drehmoment ensteht, das die Gabel beim Bremsen nach rechts zu drehen versucht. Dieses Drehmoment muß der Fahrer am Lenker durch Gegendruck kompensieren. Das Drehmoment ist nicht sehr groß und durch den ca. 6-mal größeren Hebelarm am Lenker spürt  der Fahrer die erforderlichen Kräfte kaum. Die einseitig auftretende Torsionsbelastung kann von dem geschlossenen Hohlprofil der linken Gabelscheide ohne größere Probleme aufgenommen werden.
Die Rahmen- und Gabelbelastungen schließen eine Verwendung von Scheibenbremsen am Reiserad nicht aus, eher die schon Rumhantiererei mit der Ölschmiere (Blasenbildung,Lecks, Ölwechsel..), andererseits fahren einige &quot;Weltumradler&quot; die hydraulischen Magura Felgenbremsen. Wer Hydraulik nicht mag, für den gibt es  mechanische Scheibenbremsen. Dieser Bremsentyp hat in Deutschland ,hervorgerufen durch billigste Baumarkt-Bremsen, zu Unrecht ein ganz übles Image. Von einer Amerikanischen Marke gibt es eine mechanische Scheibenbremse, die bei gleichem Preis den hydraulischen Konkurrenten ebenbürtig ist. Die Stärken der Scheibenbremsen liegen in der vom Wetter (trocken-naß) unabhängigen Bremsleistung, besseren Wärmeabführung und dem einfachen Austausch der Verschleißteile (Beläge und Bremsscheiben). Reifenplatzer infolge großer Hitze gibt es auch nicht. Bei der Felgenbremse lassen sich die Beläge ebenfalls gut erneuern, aber durchgebremste Felgenflanken verlangen neben einer neuen Felge auch den Neuaufbau des ganzen Laufrades. Scheibenbremsen haben ein höheres Gewicht als Felgenbremsen. Wenn das dem Radrennler eine Eule bedeutet, so könnte das dem Reiseradler eine Nachtigall sein. Eine sichere, zuverlässigen Bremse ist allemale ein paar Gramm Mehrgewicht wert, zumal ,wenn man irgendwo in der Pampas unterwegs ist.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ich bezweifle, ob die Meinung über Scheibenbremsen ( &#8220;die Gabel und den Rahmen verbiegen könnten&#8221;) den Sachverhalt umfassend und richtig wiedergibt. Eine Tatsache ist unstreitig : Scheibenbremsen belasten Nabe und Speichen stärker als Felgenbremsen ( Seitenzug-, Froschbein-,Vau-Bremse ..).  Gleiche Bremskraft beim Kontakt  Reifen/Straße angenommen, sind die Belastungen der Gabel und des Rahmens infolge der Verzögerung auch gleich ( der Schwerpunkt von Fahrer,Rad und Gepäck liegt etwa über dem Tretlager in 1m Höhe). Die Reaktionskräfte der Felgenbremsen belasten die Gabelscheiden (die Seitenzugbremsen wirken nur auf die Gabelkrone !) und die Sitzstreben als Querkräfte in voller Höhe. Diese Querkräfte erzeugen Biegemomente, die zudem noch die Lenkkopflager belasten. Die Scheibenbremsen können so gedreht werden, daß die Gabel- bzw. Sitzstreben-Belastung  minimal wird. Tatsächlich sind die ausgeführten Bremsen so angelegt, daß sie nur einen kleinen Winkel zu Gabelscheide und Sitzstrebe haben. Das gilt auch dann,wenn die hintere Scheibenbremse innerhalb des Winkels Kettenstrebe/Sitzstrebe liegt. Die Reaktionskraft wird dann fast gänzlich von Längskräften in Gabelscheide oder Sitzstrebe (Kettenstrebe) aufgenommen. Es sei darauf hingewiesen, daß bei den üblichen linksseitigen Scheibenbremsen vorn ein Drehmoment ensteht, das die Gabel beim Bremsen nach rechts zu drehen versucht. Dieses Drehmoment muß der Fahrer am Lenker durch Gegendruck kompensieren. Das Drehmoment ist nicht sehr groß und durch den ca. 6-mal größeren Hebelarm am Lenker spürt  der Fahrer die erforderlichen Kräfte kaum. Die einseitig auftretende Torsionsbelastung kann von dem geschlossenen Hohlprofil der linken Gabelscheide ohne größere Probleme aufgenommen werden.<br />
Die Rahmen- und Gabelbelastungen schließen eine Verwendung von Scheibenbremsen am Reiserad nicht aus, eher die schon Rumhantiererei mit der Ölschmiere (Blasenbildung,Lecks, Ölwechsel..), andererseits fahren einige &#8220;Weltumradler&#8221; die hydraulischen Magura Felgenbremsen. Wer Hydraulik nicht mag, für den gibt es  mechanische Scheibenbremsen. Dieser Bremsentyp hat in Deutschland ,hervorgerufen durch billigste Baumarkt-Bremsen, zu Unrecht ein ganz übles Image. Von einer Amerikanischen Marke gibt es eine mechanische Scheibenbremse, die bei gleichem Preis den hydraulischen Konkurrenten ebenbürtig ist. Die Stärken der Scheibenbremsen liegen in der vom Wetter (trocken-naß) unabhängigen Bremsleistung, besseren Wärmeabführung und dem einfachen Austausch der Verschleißteile (Beläge und Bremsscheiben). Reifenplatzer infolge großer Hitze gibt es auch nicht. Bei der Felgenbremse lassen sich die Beläge ebenfalls gut erneuern, aber durchgebremste Felgenflanken verlangen neben einer neuen Felge auch den Neuaufbau des ganzen Laufrades. Scheibenbremsen haben ein höheres Gewicht als Felgenbremsen. Wenn das dem Radrennler eine Eule bedeutet, so könnte das dem Reiseradler eine Nachtigall sein. Eine sichere, zuverlässigen Bremse ist allemale ein paar Gramm Mehrgewicht wert, zumal ,wenn man irgendwo in der Pampas unterwegs ist.</p>
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