Bike Fahrerzubehör Helme

Rudy Project Racemaster MIPS – Helmtest Rennrad

Ich gestehe, dass mir das Angebot, den Rudy Project Racemaster MIPS zu testen, sehr gelegen kam, da mein Helm gerade repariert werden musste 😉 Wir haben uns den Helm angeschaut. Hier könnt ihr lesen, was uns aufgefallen ist.

Rudy Project Racemaster MIPS: Rückansicht

Factsheet Rudy Project Racemaster MIPS

Thema Info
Gewicht 313 g, nachgewogen in Größe 54-58
Preis UVP: 179,95 €
Internet: 249,95 – 279,95 €
Sicherheitsstandards EN 1078
Material keine Materialangaben
Innenhelm auch an den Kanten vollständig umhüllt
Farben
  • Black Stealth Matte
  • White Stealth Matte
Lüftungsöffnungen 16
Größen
S-M: (54-58 cm),L: (59-61 cm)
Belüftung völlig ausreichend
Geräuschentwicklung moderat, je nach Kopfhaltung und Geschwindigkeit zunehmend lauter
Sonstiges
  • MIPS
  • Brillengarage
  • Reflektoren
  • Inmold Technologie
  • Flow-Thru Ventilation
  • Hexocrush Technologie
Lieferumfang Helm mit Insektennetz, Ersatzpolster, Visier, Helmbeutel

Erster Eindruck

Der Helm wird im inzwischen üblichen Helmkarton angeliefert. Beim Auspacken fällt gleich auf, dass er relativ schwer ist. Die angegebenen 300 g Gewicht müssen wir nach dem Nachwiegen auf 313 g korrigieren. Trotz allem sitzt der Helm erst mal angenehm auf dem Kopf. Genauer gesagt sitzt der Kopf im Helm, das mag ich 😉

Verarbeitung

Rudy Project Racemaster MIPS: Innenleben

Die Verarbeitung ist sehr sauber, es gibt keine offenen Kanten. Auch die Innenpolster sind gut verarbeitet. Sie sind mit Klettpunkten befestigt und können ggf. ausgetauscht werden. Das Gurtsystem ist vorne im Helm befestigt und hinten beweglich durch eine Aufnahme geführt.

Der Helm reklamiert Hexocrush und MIPS Technologie für sich. Was Rudy Project über Hexocrush und MIPS schreibt, könnt ihr im Anhang nachlesen.

Optik

Wir hatten einen Helm in Black Stealth Matte zur Verfügung. Der Helm wirkt eher unauffällig. Der große Rudy Project Schriftzug fällt auf den ersten Blick kaum auf.

Praxistest

Anpassung

Rudy Project Racemaster MIPS: Verschluss

Rudy Project Racemaster MIPS: Einstellung

Die Elemente zur Einstellung der Waage rechts und links sind leicht zu justieren. Allerdings verschieben sie sich auch leicht, wenn man wie ich den Helm mit dem Gurt an den Lenker hängt. Die Länge des Gurts lässt sich an der Verschlusschnalle verändern.

Rudy Project Racemaster MIPS: Innenleben

Rudy Project Racemaster MIPS:  Weiteneinstellung

Die hintere Einstellung kann in Höhe und Weite eingestellt werden. Für die Höheneinstellung zieht man das System in mehreren Stufen aus dem Helm. Das Einstellsystem selbst kann durch Verwendung unterschiedlicher Aufnahmepunkte im Helm justiert werden. Anschließend lässt sich mit dem bekannten Drehknopf die Weite fertig einstellen. Die Bedienung ist weitgehend intuitiv.

Tragekomfort

Einmal eingestellt hat der Helm bei mir stets gut gesessen. Lediglich die Waageelemente haben sich hin und wieder verschoben und mussten neu eingestellt werden. Aber das funktionierte auch war auch beim Fahren und war somit kein Problem.

Rudy Project Racemaster MIPS:
Sitzt!

Belüftung

Durch ausreichend Lüftungsöffnungen und die Innenluftkanäle war die Belüftung für mich ausreichend. Allerdings bin ich den Helm nahezu ausschließlich bei moderaten Temperaturen gefahren.

Fahrtest

Gefahren sind wir den Rudy Project Racemaster MIPS auf Rennrädern, Treckingrädern und auf einem Triathlonrad. Dabei haben wir darauf geachtet, ob der Helm auch in diesen sehr unterschiedlichen Sitzpositionen und bei den naturgemäß unterschiedlichen Geschwindigkeiten angenehm zu tragen ist. Weitere Aspekte waren, wie oben schon angeführt, die Belüftung und die Geräuschentwicklung.

Der Helm wurde im Rahmen des Tests mehr als 1.500 km gefahren. Die Durchschnittstemperaturen lagen (deutlich) unter 20 °C . Es herrschten also nicht gerade hochsommerliche Temperaturen, was die Aussagen über Belüftung bzw. Wärmeentwicklung etwas einschränkt.

Insgesamt kam ich unter dem Helm nicht wirklich ins Schwitzen. Aber das ist möglicherweise den niedrigen Temperaturen geschuldet.

Die Geräuschentwicklung ist je nach Geschwindigkeit und vor allem Kopfhaltung moderat. Allerdings wird’s ab 50 km/h zunehmend laut.

Die Kinnriemen haben auch in den unterschiedlichen Sitzpositionen und damit bei unterschiedlicher Kopfhaltung nicht gespannt.

Fazit

Der Rudy Project Racemaster MIPS ließ sich gut einstellen und war angenehm zu tragen. Ob MIPS wirklich eine zusätzlich Sicherheit bietet mag dahin gestellt bleiben. Im Preis wirkt es sich auf jeden Fall aus. Ob man die 250 + € für den Helm bezahlen will, muss, wie immer, jeder selbst entscheiden.

Anhang

Hexocrush Technologie

Rudy Project dazu:

Die HexoCrush Technologie ist eine der fortschrittlichsten Rudy Project Lösungen.Basierend auf der Cone-Head-Technologie bietet dieses revolutionäre Feature Sportlern hohe Sicherheit. Der Helmkörper wird mit zwei verschiedenen Schaumdichten geformt. Die Sechseck- förmige Struktur sorgt für eine verbesserte Stoßdämpfung, da die Stoßkräfte seitlich und radial zerstreut werden.Die HexoCrush Technologie ist im Helmkörper integriert, ermöglicht geringeres Gewicht und garantiert niedrigere G-Kräfte im Fall eines Sturzes.Bei einem Sturz wird die Kraft des Aufpralls auf den Kopf in die äußere Schale geleitet, um sie zu komprimieren. Gleichzeitig drückt der Kopf in die entgegengesetzte Richtung, um die innere Schicht und die Sechsecke zu komprimieren. Auf diese Weise wird die Energie in den Schaum des Helmkörpers anstatt auf den Kopf geleitet. Dank der Sechsecke wird die Kraft auf den Kopf reduziert.

MIPS

MIPS imitiert das eigene Schutzsystem des Gehirns mit einer einzigartigen reibungsarmen Schicht zwischen Kopf und Helm. MIPS ist wissenschaftlich bewiesen, dass es einen Teil der Energie eines abgewinkelten Aufpralls von neun Beschleunigungsmessern in einem Hybrid III Crashtest-Kunstkopf reduziert.

 

Über den Autor

Klaus

Klaus ist inzwischen neben Dominik einer der beiden Betreiber von Rund ums Rad. Er ist am liebsten auf dem Rennrad und im Sommer auf dem Triathlonrad unterwegs.

Klaus ist inzwischen bekannt für sein Faible für allerlei technische Spielereien.

Hinterlasse einen Kommentar