Bike Fahrerzubehör Helme

Casco SPEEDairo – der Helm für schnelle Einheiten

Rechtzeitig zu Beginn der Schönwetterperiode traf ein  Casco SPEEDairo Helm bei uns ein. Für mich der erste Helm mit Visier. Und natürlich war ich gespannt, wie es sich mit meiner normalen Brille unter dem Helm fahren ließe.

Casco SPEEDairo


Factsheet Casco SPEEDairo

Thema Info
Gewicht mit Visier nachgewogen 356 g
Preis (Helm) UVP: 250,00 €
Internet: ab 199,90 € ggf. zzgl. Versand
Preis (Visier) UVP: ab 49,95 €
bis 119,95 € für selbstönendes Visier
Sicherheitsstandards EN 1078
Material u. a. Polycarbonat
Farben Scharz, Weiß
Lüftungsöffnungen 31
Größen 54–58 cm = M; 59–63 cm = L
Geräuschentwicklung in Airoposition fast geräuschlos, je aufrechter der Kopf, desto lauter
Zubehör
  • Speedmask-Visiere in unterschiedlichen Farben
  • Microfaserabdeckung
  • Streifen
  • Multifunktionstuch
  • Reinigungstücher
  • Helmreiniger
Sonstiges
Lieferumfang Helm mit Visier, und Abdeckung, Fliegenschutz innen, Blende zum Fahren ohne Visier

Erster Eindruck

Casco-SPEEDairo im Transportkoffer

Der Helm wird in einem schwarzen Koffer geliefert. Das hatten wir noch nicht. Sieht aber gut aus und ist sicher auch beim späteren Transport ein guter Schutz für’s Visier. Der Helm ist im Vergleich zu anderen Helmen recht schwer. Allerdings schlägt die Speedmask, also das Visier, alleine mit 47 g zu Buche. Damit wiegt der „nackste Helm am Ende noch 309 g, immer noch nicht leicht, aber geht so.

Verarbeitung

Casco-SPEEDairo von Innen

Die Verarbeitung ist, wie bei Helmen dieser Preisklasse üblich, sehr sauber. Es gibt keine offenen Ecken und Kanten. Das Stirnpolster ist an Klettpunkten befestigt und lässt sich herausnehmen. Für den innen liegenden Fliegenschutz gibt es unterschiedliche Verstellmöglichkeiten.

Optik

Casco-SPEEDairo: Rücksansicht

Unser weißer Helm hatte rote Unterteilungen an den Lüftungsschlitzen. Das sieht schon gut aus 😉 Die farbigen Streifen über dem Helm bestehen aus einem Gummizug, den man wohl ebenfalls austauschen kann. Auch das Nasenpolster am Visier lässt sich abziehen und vermutlich austauschen.

Praxistest

Anpassung

Vor der ersten Ausfahrt kommt das gelegentlich leidige Anpassen der Sitzposition. Gleich vorweg, die Einstellung war kein Problem. Die Waage, die oft am meisten Probleme bereitet, ist fixiert. Der Kinngurt lässt sich leicht stramm ziehen.

Die hintere Einstellung kann sowohl in der Weite als auch in der Höhe eingestellt werden. Aber auch das kennt man von vielen andren Helmen und machte keine Probleme.

Casco-SPEEDairo: Befestigung für Visier und Fliegenschutz

Einzig die Einstellung des Fliegenschutzes hat mich kurz gefordert. Das lag aber am Ende nur daran, dass ich nichts kaputt machen wollte und nicht fest genug an den Druckknöpfen gezogen habe.

Wem bei der Einstellung Zweifel kommen, der schaut sich einfach das Video auf der Casco Website an. Ich denke, da werden alle Zweifel ausgeräumt.

Casco-SPEEDairo: Befestigung für Kinnriemen

Casco-SPEEDairo: Verschluss

Den Verschluss habe ich so noch nicht gesehen. Die Waage mündet in einen Metallring. Darin ist an einer Seite der Kinnriemen fixiert. Auf der anderen Seite des Kinnriemens ist ein Haken, den man in den Ring klinkt. Zum Öffnen gibt es eine kleine Schnur, mit der man den Verschluss lösen kann. Das war bei den ersten Versuchen nicht einfach einzuklinken und auszulösen. Aber daran habe ich mich auch gewöhnt.

Tragekomfort

Nachdem alles fertig eingestellt ist habe ich den Helm aufgesetzt und schnell ein angenehmes Gefühl gehabt. Wenn ich den Helm so aufsetze, dass das Nasenpolster auf der Nase aufsitzt, stimmt auch automatisch die Helmposition.

Belüftung

Ich hatte befürchtet, dass es durch das geschlossene Visier unter dem Helm sehr warm würde. Diese Befürchtung hat sich nicht bestätigt. Obwohl ich normalerweise stark schwitze, war es unter dem Helm nie unangenehm. Bei Temperaturen zwischen 25 und 30 °C war die Belüftung immer ausreichend.

Visiere

Casco-SPEEDairo: Visier hochgeklappt

Noch ein Wort zu  den unterschiedlichen Visieren. Geliefert wurde der Helm mit einem grau-silber verspiegelten Carbonic Visier. Wenn nicht gerade heftig die Sonne scheint war mir das einfache zu dunkel. Casco hat mir zusätzlich ein VAUTRON® Automatic-Visier zur Verfügung gestellt.Bei hellem Sonnenschein haben die beiden Visiere in etwa die gleiche Tönung. Mit dem Automatic-Visier bin ich allerdings ohne Probleme auch nachts auf nassen Straßen unterwegs gewesen.

Casco-SPEEDairo: Zwei Visiere

Fahrtest

Ich bin den Helm auf einem Rennrad und einem Triathlonrad in den letzten vier Wochen knapp 700 km gefahren. Damit konnte ich überprüfen, ob der Helm bei unterschiedlichen Sitzpositionen gut zu tragen ist. Außerdem haben wir natürlich, wie immer, geprüft, wie die Geräuschentwicklung in den jeweiligen Sitzpositionen war.

Bei Temperaturen zwischen 25 und 30 °C war ich bei teilweise recht hoher Luftfeuchtigkeit auf den Hügeln des Allgäus und des Odenwalds unterwegs. Besonderes Augenmerk habe ich zusätzlich auf die Belüftung und Beeinträchtigung der Sicht durch Schweiß, der evtl. am Visier runter läuft, gelegt.

Die Belüftung unter dem Helm war stets ausreichend. Wenn sich Schweiß gebildet hat, ist er in der Regel in der Mitte über der Nase abgelaufen und hat meine Sicht nicht wirklich beeinträchtigt. War lustig, wenn die Tropfen dann aus dem Nasenpolster rausgetropft sind 😉

Casco-SPEEDairo: Schweißspuren nach zwei Stunden Fahrt

Bei der Geräuschentwicklung macht der Helm seinem Namen alle Ehre. Wenn man auf dem Triathlonlenker in Aeroposition fährt, entwickelt der Helm fast kein Eigengeräusch. Das gilt auch noch bei Tempo 50 km/h mit ca. 20 km/h Gegenwind. Je aufrechter die Kopfhaltung wird, desto lauter wird der Helm. Wenn dann noch Gegenwind dazu kommt, ist eine Unterhaltung nicht mehr wirklich möglich.

Kinnriemen und Gurtsysteme sind in keiner Sitzposition unangenehm aufgefallen.

Meine normale Brille hat ohne Probleme unter den Helm gepasst. Das hat mir besonders gefallen, da es beim Sehen entsprechend keine Anpassungsprobleme gab.

Fazit

Der Casco SPEEDairo macht seinem Namen besonders in der Aeropostioin alle Ehre. Er ließ sich gut einstellen, war angenehm zu tragen und stets gut belüftet. Wir empfehlen interessierten Käufern, sich vorab Gedanken über die Farbe des Visiers zu machen, damit die Sicht auch bei bewölktem Himmel ausreichend ist. Das Automatic-Visier ist perfekt, schlägt aber preislich zusätzlich zu Buche.

Ich fand den Helm toll, besonders, da ich ihn mit meiner normalen Brille fahren konnte. Ob das auch bei beliebig großen Gestellen noch problemlos funktioniert, kann ich nicht abschließend beurteilen, sieht aber so aus.

Ob man sich den Helm für 250 € plus evtl. ein Automatic-Visier leisten will, muss wie üblich jeder selbst entscheiden.

Über den Autor

Klaus

Im August 2017 habe ich mit Dominik Rund ums Rad übernommen. Seit dem kümmere ich mich um die Beschaffung von Testmaterial sowie um die vertraglichen und juristischen Aspekte unseres Blogs.

Ich bin am liebsten auf dem Rennrad und im Sommer auf dem Triathlonrad unterwegs. Aber auch für längere Gepäcktouren steht ein passendes Rad bereit.

Mein Faible für allerlei technische Spielereien sollte inzwischen allgemein bekannt sein

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