Bike Helme

Casco SPEEDairo 2 RS – neue Version

Nachdem ich meinen Casco SPEEDairo bei einem Unfall kräftig zerbeult habe, traf es sich gut, dass es mit dem Casco SPEEDairo 2 RS ein Folgemodell gibt. Das hat mir die Firma Casco für einen erneuten Test zur Verfügung gestellt  Ich werde in meinem Bericht i. W. auf die Unterschiede abheben. Den Bericht zum Casco SPEEDairo RS findet ihr hier.

Casco SPEEDairo 2 RS

Casco SPEEDairo 2 RS

Factsheet Casco SPEEDairo 2 RS

Thema Info
Gewicht mit Visier nachgewogen 381 g
Preis (Helm mit selbsttönendem Vautron Visier) UVP: 320,00 €
Internet: ab 199,90 € ggf. zzgl. Versand
Sicherheitsstandards EN 1078
Material u. a. Polycarbonat
Farben Blau-Neongelb, Cafe, Scharz, Weiß
Größen S: 52 – 56 cm; M: 54–59 cm; L: 59–62 cm
Geräuschentwicklung in Airoposition fast geräuschlos, je aufrechter der Kopf, desto lauter
Zubehör
  • selbsttönendes  Vautron Visier
  • Microfaserabdeckung für’s Visier
  • Streifen
  • „Hutschachtel“
  • Helmreiniger
Lieferumfang Helm mit Visier, und Abdeckung, Fliegenschutz innen, Blende zum Fahren ohne Visier

Erster Eindruck, Verarbeitung

SPEEDairo 2 RS von nnen

SPEEDairo 2 RS von nnen

Der Helm wird wie schon sein Vorgänger in einer schwarzen „Hutschachtel“ geliefert.

Die Verarbeitung ist, wie bei Helmen dieser Preisklasse üblich, sehr sauber. Es gibt keine offenen Ecken und Kanten. Das Stirnpolster wird, wie der Fliegenschutz, mit „Druckknöpfen“ befestigt. Für den innen liegenden Fliegenschutz gibt es wieder ausreichend unterschiedliche Verstellmöglichkeiten.

Optik

Casco SPEEDairo 2 RS von hinten

Casco SPEEDairo 2 RS von hinten

Es sieht so aus, als können man die Gitter der Lüftungsschlitze verstellen. Der Eindruck täusch allerdings. Die farbigen Streifen über dem Helm bestehen aus einem Gummizug, den man austauschen kann. Auch das Nasenpolster am Visier lässt sich abziehen und bei Bedarf durch ein neues erstezen..

Praxistest

Anpassung

Vor der ersten Ausfahrt kommt das gelegentlich leidige Anpassen der Sitzposition. Gleich vorweg, die Einstellung war, wie schon beim ersten SPEEDairo überhaupt kein Problem. Die Waage, die oft am meisten Probleme bereitet, ist fixiert. Der Kinngurt lässt sich leicht stramm ziehen.

Die hintere Einstellung kann sowohl in der Weite als auch in der Höhe eingestellt werden. Aber auch das kennt man von vielen andren Helmen und machte keine Probleme.

Wem bei der Einstellung Zweifel kommen, der schaut sich einfach das Video auf der Casco Website an. Ich denke, da werden alle Zweifel ausgeräumt.

Casco-SPEEDairo: Verschluss

Den Verschluss kenne ich schon vom SPEEDairo. Die Waage mündet in einen Metallring. Darin ist an einer Seite der Kinnriemen fixiert. Auf der anderen Seite des Kinnriemens ist ein Haken, den man in den Ring klinkt. Zum Öffnen gibt es eine kleine Schnur, mit der man den Verschluss lösen kann. Das war bei den ersten Versuchen nicht einfach einzuklinken und auszulösen. Bevor es z. B. bei einem Triathlon drauf ankommt, sollte man das schon mal geübt haben 😉

Tragekomfort

Nachdem alles fertig eingestellt ist, Helm so aufsetzen, dass das Nasenpolster auf der Nase aufsitzt, schon stimmt automatisch die Helmposition.

Belüftung

Von meinem ersten SPEEDairo weiß ich schon, dass die Blüftung auch bei geschlossenem Visier ausreichend ist. Mit den neu konstruierten Lammeln ist das beim SPEEDairo2 RS noch ein bisschen besser.

Fahrtest

Ich bin den Helm auf einem Rennrad und gelegentlich einem Crossrad über den Sommer rund ein halbes Jahr und gut 4.000 km gefahren. Damit konnte ich überprüfen, ob der Helm bei unterschiedlichen Sitzpositionen gut zu tragen ist und wie er sich gegen das Vorgängermodell schlägt. Außerdem haben wir natürlich, wie immer, geprüft, wie die Geräuschentwicklung in den jeweiligen Sitzpositionen war.

In diesem Sommer war es nicht übrtrieben heiß. Da war die Belüftung auf jeden Fall asureichend. Auch bei deutlich höheren Temperaturen wäre das für mich vermutlich noch vollkommen ok.

Casco-SPEEDairo: Schweißspuren nach zwei Stunden Fahrt

Bei der Geräuschentwicklung macht der Helm seinem Namen alle Ehre. Wenn man sich auf einem Rennrad einer Aeroposition annähert, entwickelt der Helm fast kein Eigengeräusch mehr. Das gilt auch noch bei höheren Geschwindigkieten und Gegenwind. Je aufrechter die Kopfhaltung wird, desto lauter wird der Helm. Wenn dann noch Gegenwind dazu kommt, ist eine Unterhaltung nicht mehr wirklich möglich.

Kinnriemen und Gurtsysteme sind in keiner Sitzposition unangenehm aufgefallen.

Und, für den Brillenträger ganz wichtig: Meine normale Brille hat ohne Probleme unter den Helm gepasst. Das hat mir besonders gefallen, da es beim Sehen entsprechend keine Anpassungsprobleme gab. Und natürlich spart man ggf. einen dreistelligen Eurobetrag, wenn sich dadurch die Anschaffung einer zusätzlichen Brille vermeiden lässt 😉

Fazit

Auch der Casco SPEEDairo 2 RS macht seinem Namen besonders in der Aeropostioin alle Ehre. Er ließ sich gut einstellen, war angenehm zu tragen und stets gut belüftet. Das Automatic-Visier ist perfekt, schlägt aber preislich zusätzlich zu Buche.

Ich fand den Helm toll, besonders, da ich ihn mit meiner normalen Brille fahren konnte. Ob das auch bei beliebig großen Gestellen noch problemlos funktioniert, kann ich nicht abschließend beurteilen, sieht aber so aus.

Ob man sich den Helm für 320 € leisten will, muss wie üblich jeder selbst entscheiden.

Über den Autor

Klaus

Im August 2017 habe ich mit Dominik Rund ums Rad übernommen. Seit dem kümmere ich mich um die Beschaffung von Testmaterial sowie um die vertraglichen und juristischen Aspekte unseres Blogs.

Ich bin Sommer und Winter am liebsten auf dem Rennrad unterwegs. Aber auch für längere Gepäcktouren steht ein passendes Rad bereit. Mein Faible für allerlei technische Spielereien sollte inzwischen allgemein bekannt sein ;-)

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