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Garmin vívoactive™ – Die Uhr für fast wirklich alles?

Egal, ob Radfahren, laufen oder schwimmen, ob drinnen oder draußen, ob beim Sport, oder im Alltag, die Uhr ist immer am Handgelenk.
Die Rede ist hier von der Garmin vívoactive™.

Unser Tester benutzte diese Uhr über 3 Monate und war dabei nicht gerade vorsichtig unterwegs.
Im täglichen Einsatz wurde die Uhr allen Strapazen und Gefahren ausgesetzt, um sie auch wirklich auf Herz und Niere zu testen.
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Beschreibung

Als Sport GPS-Smartwatch für einen aktiven Lifestyle ist die Uhr auf der Internetseite von Garmin betitelt und bietet entsprechende Funktionen, die diesen auch unterstützen sollen.

Die Uhr bietet mit ihrem schlanken und leichtgewichtigen Design aller Hand an bereits integrierten Apps, dazu zählen u.a. Programme fürs schwimmen oder GPS-gestützten Lauf-, Radfahr- und Golfaktivitäten.
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Dabei ist der hochauflösende Farb-Touchscreen stets gut lesbar. Zusätzlich zu den aktiven Sportfunktionen verfügt die vivoactive über eine Tracker-Funktion und misst so Schritte, Distanz und Kalorien, die über den Tag gesammelt, oder eben auch wieder abtrainiert werden. Auch, dass die Uhr mit einem Smartphone gekoppelt werden kann, verbirgt sich im bereits erwähnten Titel.
Durch leichte Vibrationen erhält man Hinweise darauf, ob gerade eine Nachricht oder ein Anruf, eine Email, Benachrichtigungen von Social Media oder anderen mobilen Apps auf dem Telefon eingeht.
Des Weiteren lässt sich der Musikplayer mit der Uhr steuern, bzw. kann man sich das Wetter anzeigen lassen.
Aus dem Connect IQ™ -Shop lassen sich diverse Designs, Widgets und Apps kostenlos herunterladen und der Akku ist mit einer Lebensdauer von 3 Wochen im Standard Uhr-/Aktivitätsanzeigemodus bzw. mit bis zu 10 Stunden bei der Verwendung des GPS angegeben.

Der aktive Test

Der aktive Lifestyletest beginnt mit dem Auspacken des von uns erhaltenen Geräts.
Uhr, Premium Brustgurt und Empfänger, Ladegerät, sowie eine Pseudoanleitung sind enthalten. Also, los geht’s.
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Die Uhr aus der Verpackung geholt, angeschaltet und schauen was passiert. Die Menüführung ist sehr einfach.
Es gibt zwei Knöpfe an den Seiten, einer ist der An/ Aus bzw. Lichtknopf, der zweite führt geradewegs ins Menü. Auf der Oberfläche befinden sich noch zwei Touchknöpfe, welche zum Bestätigen bzw. Abbrechen stehen.

Die Uhr ist binnen kürzester Zeit mit dem Telefon verbunden und nachdem man sich die Connect App von Garmin heruntergeladen hat, ist der Rest ein Kinderspiel.
(Anmerkung: beim ersten Download und Installation scheint sich irgendwie ein Bug eingeschlichen zu haben, denn die Synchronisation funktionierte nur mangelhaft, jedoch nach erneuter Installation funktioniert alles Bestens).

Von nun an misst die Uhr jeden Schritt und die Entfernung, die innerhalb eines Tages zurückgelegt wird. Schnell kommt man ins Staunen, wie viel man am Tag von A nach B geht und wie viele Kalorien man dabei verbraucht.
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Die vívoactive ist jedoch für mehr ausgelegt, als für das Tracken von Schritten.
Kaum auf dem Rad, ist die Uhr auch schnell betriebsbereit, mit nur einem Klick im Menü startet man die Aufnahme von einer Trainingseinheit.
Es gibt 3 Seiten mit je 3 Informationen, die man individuell einrichten kann. Das GPS ist schnell gefunden und damit erkennt man die Geschwindigkeit und die zurückgelegte Entfernung auf dem kleinen Display.
Hier spiegelt sich jedoch auch der Nachteil wieder.
Unser Tester war gerade bei Intervalleinheiten nicht in der Lage alle seine Informationen stets im Blick zu behalten, da es sich immer noch um eine Uhr handelt, die sich am Handgelenk befindet.
Für ein normales Training ist die Uhr jedoch stets hervorragend, wenn einem die Anzahl von 9 Informationen während des aktiven Trainings ausreicht.

Beim Laufen war es schon einfacher mit dem kleinen Display klarzukommen. Auch hier hat man 9 Informationen auf 3 Seiten aufgeteilt.
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Sobald das Telefon eine Meldung von sich gibt, vibriert auch die Smartwatch am Handgelenk und gibt eine kurze Auskunft darüber, was gerade auf dem Telefon eingegangen ist.
Eine SMS, eine Social Media Nachricht oder ein Kudos bei Strava, alles wird angezeigt und kann auf der Uhr nachgelesen werden. Dieses Gimmick war insofern ganz nett, dass man nicht immer sein Telefon herauskramen musste.

Nach ca. 10 Stunden Training ging der Akku, wie angegeben in die Knie. Wieder zuhause angekommen, wird die gesamte Uhr in das mitgelieferte Ladegerät eingeklickt, welches dann per USB entweder in den Computer, oder in ein USB Ladegerät eingesteckt wird.

Nach dem Training ist vor dem Auswerten, so werden die Daten mittels Bluetooth auf das Telefon in die Garmin Connect ™ App geladen (welche für sowohl Android, als auch Apple’s iOS verfügbar ist) und die Daten werden dann weiter an connect powered by Garmin gesendet, einer Plattform im Netz, in der man seine gesamten Aktivitäten einsehen, oder auch Updates für die Uhr herunterladen kann. Die aufgezeichneten Daten können anschließend komplett ausgewertet werden, nebst gefahrener Route werden natürlich sämtliche Standarddaten, wie Geschwindigkeit, Herzfrequenz und zurückgelegte Strecke aufgezeigt. Die Software im Netz ist einfach zu bedienen und wirkt sehr übersichtlich, ein eindeutiges Plus.

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Die zurückgelegte Strecke kann jederzeit als .tcx, .gpx, .googleEarth oder die Splits als .csv heruntergeladen  werden. Damit kann die Strecke bei Belieben auf einem anderen Gerät nachgefahren werden. Ein Nachfahren auf der Uhr ist leider nicht möglich, da es über keine Navigation verfügt, lediglich eine Back-to-home Option ist verfügbar bei der man anhand von Pfeilen seinen verstrichenen Weg einfach zurückgeführt wird.

Fazit

Die vívoactive von Garmin verspricht nicht zu viel mit ihren Funktionen und war dabei stets angenehm am Handgelenk zu tragen. Einzig das zu kleine Display störte unseren Tester gerade auf dem Rad, aber vor allem bei harten Einheiten.

Alles in allem ist die Uhr ein alltagstaugliches Gerät, welches mit seinen Funktionen und seiner Haltbarkeit sehr überzeugt.


Über den Autor

Felix

Geboren in der Flachlandregion Niederlausitz und zum Mountainbike gekommen, weil eine dumme Idee im Raum stand - ein XC Rennen zu fahren.
Seit dem sind einige Jahre vergangen und mittlerweile fährt er für die 'IvelRide Racing Dudes’ in nationalen und internationalen Mittel- und Langstreckenmarathons.
Er liebt die Berge und das nicht nur bergab.

1 Kommentar

  • Interessanter Praxis-Testbericht!
    Kann mir aber vorstellen, dass es auf dem Fahrrad schwierig ist, den Überblick zu behalten, wenn sie am Handgelenk sitzt. Es gibt für relativ wenig Geld auch eine Lenkerhalterung von Garmin für die Uhr, die in diesem Fall helfen könnte 🙂

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