Bike Fahrerzubehör Schuhe

KEEN Commuter IV Bike Sandal

Nachdem wir ja schon einmal eine Bikesandale im Test hatten, kommt heute ein weiterer Bericht hinzu.
Im Test hatten wir dieses mal von KEEN die Bikesandale Commuter IV.
Wer also einen luftigen Schuh fürs Bike sucht, der sollte diesen Bericht lesen.

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Die Fakten

Thema Info
Gewicht 416 g
Obermaterial Nylon
Sohlenmaterial Kautschuk
Klickpedal SPD kompatibel
Verfügbare Größen 40,5 | 41 | 42 | 42,5 | 43 | 44 | 44,5 | 45 | 46 | 47 | 47,5
Größenhinweis Der Schuh fällt eine halbe Nummer kleiner aus. Daher am besten eine halbe Nummer größer bestellen
Verfügbare Farben Gargoyle/Koi und Black/Gargoyle
Preis UVP des Herstellers 119,95 €

KEEN Radschuhe Commuter 4

Preis: ---

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Verarbeitung

Die Verarbeitung der Bike Sandal ist durchweg gut. Es konnten weder am Obermaterial noch an der Sohle irgendwelche unsauberen Stellen vorgefunden werden.

Praxistest

Zunächst wurden an der KEEN Bike Sandal entsprechende Cleats für die Crankbrothers Mallet 2 montiert. Dies war im Grunde einfach und schnell erledigt.
Da die Cleats hier in der Sohle eingebettet sind, um mit dem Schuh auch normal zu gehen, sah es auf den ersten Blick so aus, als ob links und rechts neben den Cleats zu wenig Platz wäre. Also dass man gar nicht in die Klickpedale reinkommt.
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Beim ersten Test auf dem Bike konnte diese Vermutung aber gleich widerlegt werden, da es ohne große Probleme möglich war sich in die Pedale einzuklicken.
Auch das ausklicken hat gut geklappt.

Wie bereits oben erwähnt bietet der Schuh die Möglichkeit auch ganz normal mit ihm zu gehen ohne dabei auf den Cleats herumeiern zu müssen. Das ist ein großer Vorteil, wenn man auch mal im Wald oder in den Bergen sein Bike schieben oder tragen muss, da man hier den vollen Sohlenkontakt auf dem Boden hat.
Die Sohle aus Kautchuk stellte sich gerade in solchen Situationen als griffig und stabil heraus.
Auch beim Fahren kann man einen guten und festen Druck auf das Pedal bringen.

Die Belüftung der Bike Sandal ist durch die offene Konstruktion sehr gut. Natürlich hat dies bei Regen auch wieder seinen Nachteil. Aber wenn man mal in einen richtigen Regenschauer kommt, dann ist sowieso alles naß.

Zumindest bekommt man während der Fahrt gut Luft an die Füße, so dass man hier nicht das schwitzen anfängt. Bleibt man jedoch stehen und es ist draußen sehr heiß, dann wird es auch in den Schuhen selbst warm. Dennoch ist das Tragegefühl durch die vorhandenen Öffnungen anders als bei einem geschlossenen Schuh.

Praktisch und zugleich von Nachteil ist das Schnellzugschnürsystem.
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Zum einen ist der Schuh dadurch schnell auf bzw. zugemacht, aber auf der anderen Seite kann man hier meiner Meinung nach den Schuh nicht so gut bzw. so fest zuschnüren wie bei einem üblichen Schnürsenkel.
Aber auch hier dürfte es wie bei so vielen Dingen reine Geschmacksache sein. Dem einen gefällt es, dem anderen nicht.
Auch stellt sich mir die Frage, wie die Halterung des Systems sich im Dauertest verhält. Hier könnte es passieren, dass irgendwann der Druck nicht mehr stark genug ist und der Schuh sich während der Fahrt öfters lockert.

Die Passform selbst ist sehr angenehm, der Fuß wird von dem Schuh gut gehalten. Hier sollte man auf den Rat des Herstellers auf dessen Webseite hören und beachten, dass der Schuh eine halbe Nummer kleiner ausfällt. Daher eine halbe Nummer größer bestellen, dann kann nichts schief gehen.
Aber, es gibt einen Hacken!
Aus meiner Sicht ist großer Schwachpunkt die Tatsache, dass der Schuh an der Ferse nicht verstellbar ist, also nicht enger gemacht werden kann. Das Fersenpolster ist zwar nach oben gezogen, aber das Problem ist, dass man beim Schieben des Bikes an steilen Bergpassagen hinten aus dem Schuh rutscht. Vor allem dann, wenn es so steil ist, dass man im Grunde nur auf dem Vorderfuß laufen kann.

Auch wenn das Fersenpolster nach oben gezogen wurde, kann man dennoch mit dem Fuß herausrutschen

Auch wenn das Fersenpolster nach oben gezogen wurde, kann man dennoch mit dem Fuß herausrutschen

Dies sollte aber nicht passieren, da es zum einen sehr ärgerlich ist und man auf der anderen Seite das Gehen selbst so ändern muss, dass man nicht mehr herausrutscht, was sich aber als anstrengender erwiesen hat.
Hier wäre sicherlich die Anbringung eines Klettverschlusses sinnvoll, um gerade in solchen Situationen den Schuh an der Ferse enger zu machen um ein herausrutschen zu vermeiden.

Pro / Contra

Pro Contra
gute, eng anliegende Passform keine Verstellmöglichkeit an der Ferse, dadurch herausrutschen der Ferse bei steilen Aufgängen
stabile, griffige Sohle
Cleats in der Sohle eingelassen
gute Belüftung des Fußes
Die komplette Sohle der Commuter Sandale

Die komplette Sohle der Commuter Sandale

Fazit

Für knapp 120€ bekommt man von KEEN einen stabilen und gut belüfteten Bikeschuh bzw. eine Bikesandale.
Aufgrund der Tatsache, dass die Cleats in der Sohle eingelassen sind, muss man den Schuh nicht immer gleich ausziehen, wenn man vom Bike absteigt.
Lediglich der Punkt, dass man beim gehen an steilen Passagen mit der Ferse aus dem Schuh rutschen kann, hat den Gesamteindruck ein wenig getrübt. Wer aber in weniger steilem Gelände unterwegs ist, kann beruhigt den Commuter in die engere Wahl mit aufnehmen.

Über den Autor

Lefdi

Hobbybiker und derzeit unterwegs mit einem All-Mountain "No Pogo 3" von Centurion.
Gerne auch mal zu Fuß in den Bergen unterwegs um die Natur zu genießen. PayPal-Kaffeespende an den Autor

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