Bike Helme

MET Inferno – Helmtest 2015

Ein Fahrradhelm ist für jeden Radfahrer ein entscheidender Teil seiner Überlebensausrüstung. Beim Tragen sollte man sich wohfühlen und der Helm sollte einfach an die jeweilige Kopfform angepasst werden können.
Für unseren Helmtest stand uns als weiterer Helm der Inferno UL der Firma MET SPA zur Begutachtung zur Verfügung. Auch diesen Helm haben wir unseren Tests unterzogen.

MET Inferno UL

MET Inferno UL

Technische Daten

Thema Info
Gewicht  238 g nachgewogen in Größe 54-58
Preis  UVP: 129,95 €
Internet: 55,99 – 119,90 €
Sicherheitsstandards  EN 1078 / AS/NZ 2063
Material Polycarbonat (außen)
Innenhelm auch an den Kanten vollständig umhüllt
Farben weiß, schwarz, gelb, cyan-schwarz-weiß, weiß-schwarz-rot
Lüftungsöffnungen 23
Größen M: 54 – 58, L : 58 -61
Belüftung sehr gut
Geräuschentwicklung moderat
Lieferumfang Helm mit Insektennetz, Ersatzpolster
Ersatzteile Insektennetz, Ersatzpolster
Sonstiges reflektierende Aufkleber hinten

Verarbeitung

Auf der MET Website haben wir uns über die Technik des Helms und die Einstellkomponenten schlau gemacht.

Der Helm selbst ist mit einer „In-Moulding Intelligent Fusion Technology“ hergestellt. Der Ultimalite Verbundwerkstoff dient der Verstärkung. Der Druck wird gleichmäßig verteilt. Der Helm liegt dank eines inneren Gurts nicht direkt auf dem Kopf auf.

Die Schaumstoffpolster im Inneren sind gut verarbeitet, antiallergisch und antibakteriell. Man kann die Pads auch herausnehmen und waschen.

MET Inferno UL von innen

MET Inferno UL von innen

MET Inferno UL Gurtbefestigung außen

MET Inferno UL Gurtbefestigung außen

Das gesamte Gurtsystem wird an drei Punkte fixiert. Die Halterungen kann man nach außen abziehen und dann das ganze Gurtsystem ausbauen und ersetzen.

Optik

Der Helm wirkt, besonders in der Farbe „cyan-schwarz-weiß“  auffällig. Müsste ich ein Prädikat vergeben, würde ich für „cool“ plädieren. Den Helm gibt es zusätzlich in den Farben weiß, schwarz, gelb, weiß-schwarz-rot.

Ersatzteile/ Zubehör

Zusatzpads

Zusatzpads

Der Helm wird mit Insektennetz und Ersatzpads geliefert. Die Innenpolster und vermutlich auch das komplette Gurtsystem stehen als Ersatzteile zur Verfügung.

Praxistest

Anpassung

MET Inferno UL Höhenverstellung hinten

MET Inferno UL Höhenverstellung hinten

MET Inferno UL Einstellrad

MET Inferno UL Einstellrad

Das Einstellsystem erlaubt einmal die Einstellung der Kopfgröße mit einem (sehr kleinen) Drehrad am Hinterkopf. Damit kann man in ausreichend kleinen Schritten die notwendige Einstellung vornehmen. Dazu kommt für den Komfort eine Möglichkeit, hinten unter dem Drehrad die Höhe Gurtsystems einzustellen.

MET Inferno UL Verstellung vorne-hinten

MET Inferno UL Verstellung vorne-hinten

MET Inferno UL Kinnverschluss

MET Inferno UL Kinnverschluss

Das Gurtband lässt sich leicht und stufenlos einstellen. Und mit dem Verschluss kann man schließlich den Helm unter dem Kinn fest verschließen.

Na ja, und dann muss man nur noch die perfekte Einstellung finden. Nach aller Erfahrung ist das ein iterativer Prozess. Erst mal so einstellen, dass es sich gut anfühlt und dann auf’s Rad, die eine oder andere Proberunde fahren und ggf. nachjustieren. Da alle Einstellelemente leicht erreichbar sind, ist das auch nicht wirklich ein Problem. Ist die Einstellung abgeschlossen, kann das ganz normale Fahren beginnen. Dabei werden wir dann hoffentlich weitere Eindrücke sammeln.

Tragekomfort

Nachdem die Einstellung erfolgreich  ist, sitzt der Kopf gut im Helm und der Helm lässt sich auch nicht mehr nach vorne oder hinten verschieben. Da der Helm nicht direkt auf der Stirn aufliegt, gibt es auch keine Druckstellen.

Belüftung

Mit den 23 Lüftungsöffnungen und dank der Tatsache, dass der Helm vorne nicht direkt auf der Stirn aufsitzt, ist er sehr gut belüftet.

Geräuschentwicklung

Naturgemäß nimmt die Geräuschentwicklung bei höheren Geschwindigkeiten zu. Gefühlt hätte man sich auch bei 60 km/h noch verständigen können.

Fahrtest

Gefahren sind wir den Helm auf einem Rennrad (Cucuma Foía)und auf einem Triathlonrad (Cucuma Veloz Pro2) . Dabei haben wir darauf geachtet, ob der Helm auch in diesen sehr unterschiedlichen Sitzpositionen und bei den naturgemäß unterschiedlichen Geschwindigkeiten angenehm zu tragen ist. Weitere Aspekte waren, wie oben schon angeführt, die Belüftung und die Geräuschentwicklung.

Insgesamt wurde der Helm im Rahmen des Tests knapp 300 km gefahren. Die Durchschnittstemperaturen lagen zwischen 16 °C und 23 °C . Es herrschten also nicht gerade hochsommerliche Temperaturen, was die Aussagen über Belüftung bzw. Wärmeentwicklung etwas einschränkt.

Insgesamt habe ich unter dem Helm nie ernsthaft geschwitzt. Die Geräuschentwicklung ist je nach Geschwindigkeit und vor allem Kopfhaltung sehr unterschiedlich. Bei aufrechter Sitzposition ist der Helm bis ca. 30 km/h recht leise. Die Lautstärke steigerte sich naturgemäß zwischen 30 und 60 km/h. Auch hier gilt wieder: je konsequenter man die Kopfhaltung aerodynamisch ausrichtet, desto leiser wird das Ganze wieder.

Die Kinnriemen haben auch in den unterschiedlichen Sitzpositionen und damit bei unterschiedlicher Kopfhaltung nicht gespannt.

Pros und Contras

Und hier noch einmal die Pros und Cons, die uns im Umgang mit dem MET Inferno UL aufgefallen sind.

Pro Contra
Leicht einzustellen Wird je nach Kopfhaltung und Sitzposition auf dem Rad unterschiedlich laut
Sitzt gut Verschluss ist nur mit großem Druck zu öffnen
Ist sehr gut belüftet Das Drehrad könnte ein deutlich größer sein
Innenpolster sind waschbar
Die Innenhalterung besteht aus einem Gurt und liegt nicht auf der Helmschale auf
Großes Fliegennetz

Fazit

Ich denke, mein Kopf ist eher schmal und ich hatte keine Probleme, den Helm für mich passend einzustellen. Die Einstellelemente ließen sich mit wenigen Iterationen so einstellen, dass der Helm gepasst hat und ein Abstreifen des Helms nach vorne oder hinten nicht mehr möglich war. Das Drehrad zur Größeneinstellung ist eher winzig, trotzdem kann man den Helm beim Fahren bei Bedarf enger oder weiter stellen kann. Dass man auch über die hintere Höhenverstellung die Anpassung an die Kopfform unterstützen kann, ist eine zusätzliche Hilfe. Der Helm, die Pads und das Gurtsystem sind gut verarbeitet.

Mit einem UVP von rund 130 € liegt der Preis des Helmes am unteren Ende der Skala der von uns getesteten Helme. Aus unserer Sicht ist er sein Geld wirklich wert. Und er liegt natürlich im Preis- Leistungsverhältnis richtig gut im Rennen.

Über den Autor

Klaus

Im August 2017 habe ich mit Dominik Rund ums Rad übernommen. Seit dem kümmere ich mich um die Beschaffung von Testmaterial sowie um die vertraglichen und juristischen Aspekte unseres Blogs.

Ich bin Sommer und Winter am liebsten auf dem Rennrad unterwegs. Aber auch für längere Gepäcktouren steht ein passendes Rad bereit. Mein Faible für allerlei technische Spielereien sollte inzwischen allgemein bekannt sein ;-)

2 Comments

  • Hallo,
    habe gerade den Test vom MET Helm Inferno gelesen. Bin jetzt irritiert weils den Inferno garnicht in der Farbe wie abgebildet gibt. Und ich finde ihn auch nirgends mit dem Insektennetz. Auf der Homepage von MET ist in dieser Farbe der Helmtyp MET Forte abgebildet.

  • Hallo Günter,

    ich will nicht ausschließen, dass es den Inferno aktuell nicht mehr in der dargestellten Farbstellung gibt. Aber ein Bild sagt mehr als tausend Worte. Das teil, das wir getestet haben, war ein Inferno UL. Glaub’s mir, ich habe gerade noch mal nachgeschaut 😉
    Das Fliegennetz ist auf der Homepage von MET aber einigermaßen zu sehen.

    Gruß

    Klaus

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