Bike Brillen

Oakley Radarlock Path Sportbrille- Testbericht

Sie schützen vor Wind, Wetter, Sonneneinstrahlung und fliegenden Biestern. Eine Radbrille gehört für fast jeden zur Grundausstattung. Auf der Suche nach maximaler Qualität und Performance schwören Hobbysportler und Topstars wie Schurter, Absalon und Nibali auf die Kultmarke Oakley. Doch was kann eine Oakley Radarlock Path wirklich besser? 

oakley cut

Lieferumfang:

lieferumfang oakleyIm Lieferumfang der 249€ teuren Radarlock Path Brille befindet sich ein Brillenbeutel, ein Hardcase/Etui, ein zweites Nasenpad, sowie die Brille mit einem „Jade Iridium“ und einem „Black Iridium“ Glas. Nicht enthalten ist ein klares Wechselglas. (Zubehör-Preis: 70€)

Wer nicht zu einem normalen Set von Oakley greifen möchte, kann sich seinen Brillenrahmen aber auch ganz einfach am PC selbst designen und aus einem großen Sortiment an Glastönungen wählen. Die Custom Möglichkeiten stellen somit schonmal die erste Stärke der Marke Oakley dar. Der Lieferumfang ist in Bezug auf den hohen Preis zwar gut aber nichts besonderes.

In der Hand:

übergänge oakley
Der erste Eindruck der Brille ist äußerst wertig. Die Verarbeitungsqualität, Farbqualität und auch die Griffigkeit ist auf perfektem Niveau. Sehr gut zeigt sich das auch bei den Brillenbügeln: Anders als bei günstigeren Brillen wackelt nichts und die Spaltmaße sind perfekt. Ist die Brille auseinander geklappt, lassen sich die Übergänge von den Bügeln zur Front fast nicht sehen oder fühlen. Großartig.

switchlock radarlock oakleyFür den Brillenwechsel hat sich Oakley ein aufwendiges aber wirklich sehr gelungenes Konzept einfallen lassen. Beim Switchlock-System klappt man, nach der Betätigung eines kleinen Pins, einen Teil der seitlichen Glasfassung nach oben, wodurch das Glas aus seiner Halterung genommen werden kann. Der ganze Vorgang geht super einfach und schnell von der Hand und anders als bei günstigeren Systemen muss weder der Rahmen, noch das Glas etwas gebogen werden, um die Gläser zu wechseln. Das Material wird so geschont und die Gläser sitzen stets fest.

Ebenfalls auffällig sind die festen Rasterpunkte der Bügel. Im ausgeklappten Zustand sitzt die Brille fest in ihrer Position. Bei all dem Lob für die Form und Verarbeitungsqualität mussten wir dann aber doch ein Manko feststellen. Die gummierten Ohrenbügel fallen länger aus als bei anderen Brillenmodellen und reichen weit über das Ohr nach hinten. Leider sogar so weit, dass das Ende in Kontakt mit dem Radhelm kommen kann.
zu langer Ohrenbügel, Pfeil
Nur mit einer korrekten Ausrichtung des MET Stradivarius Helmes war die Brille tragbar. Vor dem Kauf sollte man also am besten kurz abwägen oder probieren, ob die Helmform mit der Oakley zu Problem führen könnte. Zwei weitere von uns gefahrene Helme waren problemlos zu nutzen.

Auf dem Rad:

craft flex hood sprintDie gummierten Ohrenbügel, sowie die Nasenbügel stellen sehr angenehme Kontaktpunkte der Brille dar. Insgesamt zwickt, rutscht oder wackelt im Einsatz nichts. Hier zeigt sich die wirklich grandiose Verarbeitung und Ergonomie der Brille. Auch nach einigen Stunden im Sattel trägt sich die Brille noch sehr bequem.

Die eher breite und große Form der Brille deckt alle zu schützenden Bereiche der Augenpartie wirksam ab, sodass der von Oakley garantierte Aufprallschutz mit hochwertigen Materialien im Ernstfall Verletzungen minimieren kann. Darüber hinaus schützt das breite Glas perfekt vor Fahrt- oder Seitenwind und das Sichtfeld des Fahrers ist groß. Die Ergonomie und Glasgeometrie der Brille lässt keine Wünsche offen.

oakley see 1000pxNun ein Blick auf die Performance der Gläser selbst. Im Test hatten wir einerseits das Black Iridium Glas mit einer mitteldunklen grau Tönung. In unserem Test verwendeten wir das Glas an sonnigen Tagen. Etwas weniger Tönung bietet das von außen auffällig grün verspiegelte Jade Iridium Glas. Für den MTB Einsatz in Wäldern ist dieses eher zu empfehlen. An den grauen Herbst- oder Wintertagen dieser ersten Testperiode bevorzugten wir aber ein klares Glas. (nicht im Set-Lieferumfang enthalten)
Mehr Infos zu den Glastönungen werden wir in unserem zweiten Testbericht im Sommer nachreichen, da die bisherige, kurze Testperiode zu wenig Erfahrungen bieten konnte.

innenseite gläser oakleyBeide Gläser besitzen eine Hydrophobic™-Beschichtung, die dauerhaft sich absetzenden Regen, Schweiß und sogar Staubpartikel fern halten soll. Dieses Versprechen machte sich bei Regen gut bemerkbar, auf der Scheibe sammelten sich während der Fahrt keine auch noch so kleinen Wassermengen. Die große Begeisterung wurde nur bei Fahrten unter 5 Grad Außentemperatur etwas geschmälert. Während der Fahrt beschlug die Brille zwar lobenswerter Weise nie aber kam man z.B. an Ampeln zum stehen, so war ein Absetzen der Brille zwingend nötig. In diesem Fall bietet die teure Oakley Brille also eine gute Performance aber hebt sich auch nicht von anderen Brillen der höheren Preisklasse ab.

Fazit nach den ersten Erfahrungen:

Besonders Verarbeitung, sowie die Ergonomie der Oakley Radarlock sind auf sehr hohem, erstklassigen Niveau.
Oakley wird mit dieser Brille seinem Ruf, sowie dem hohen Kaufpreis gerecht.

UPDATE (24.08.2015): Erfahrungen des Dauertests online unter: http://www.rund-ums-rad.info/oakley-radarlock-path-dauertest/

Details zur getesteten Brille:

  • vollständiger Produktname: RADARLOCK™ PATH™ 30 YEARS SPORT SPECIAL EDITION
  • Gläser im Test: Black Iridium und Jade Iridium (nicht im Preis enthalten: Clear)
  • Glasform: Path
  • Rahmenfarbe: polished black
  • enthaltenes Zubehör: Brillenbeutel und festes Etui
  • Preis: 249€
  • Link zur Oakley Website

Über den Autor

Dominik V.

Dominik ist Mitbegründer und gemeinsam mit Klaus Betreiber der Rund-ums-Rad.info Website Er ist aktiv bei nationalen Cross-Country und Rennradrennen am Start.

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