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SKS Airchamp Pro – Luft auf Knopdruck

Die aufmerksamen unter unseren Lesern erinnern sich sicher, dass wir über den SKS Airchamp Pro schon einmal berichtet haben. Bei unqualifizierten Spielereien auf unserem Servers habe ich den Beitrag so gründlich zertrümmert, dass ich die Bruchstücke nicht mehr vollständig rekonstruieren konnte. Deshalb habe ich mir das gute Stück einfach noch mal angeguckt. Die Bilder sind noch da, die kann ich hier wieder verwenden.

SKS Airchamp Pro Ready to install

SKS Airchamp Pro Ready to install

Factsheet SKS Airchamp Pro

Airchamp Pro
Material Kunststoff
Farbe schwarz
Gewicht 138 g mit Halterung und Kartusche
61 g Griff
17 g Halterung
60 g Kartusche
Ventilanschluss: AV, SV, DV
Länge 150 mm
Zylinderrohr Kunststoffkörper
Preis UVP 22,99 €
Internet 13,90 – 19,99 € plus Versand
5 CO2 Kartuschen 16 g
Preis UVP 8,99 €
Internet 7,49 – 7,99 € plus Versand

Auspacken

SKS Airchamp Pro

Der SKS-Airchamp-Pro kam zusammen mit den Ersatzkartuschen in zwei kleinen Päckchen bei uns an. Auspacken und erst mal zusammen schrauben war nun wirklich kein Problem.

Die Kartusche wird zum Transport mit dem schmalen Ende nach unten in den Halter geschoben, zusammen schrauben, fertig.

SKS Airchamp Pro: Vorbereiten zum Transport

SKS Airchamp Pro: Vorbereiten zum Transport

SKS Airchamp Pro: Zuschrauben

SKS Airchamp Pro: Zuschrauben

Montieren

Wer will, schraubt den mitgelieferten Halter genau wie normale Pumpenhalter hinter einen Flaschenhalter an den Rahmen. Am Aerorahmen stört mir das die Optik zu sehr. Also stecke ich den Airchamp einfach in der Trikotasche oder, je nach Platz in die Werkzeugtasche. Da ist dann an der Optik nicht viel zu versauen 😉

Praxistest

Der Praxistest ist natürlich eine schnelle Sache und soll’s ja auch sein. Zuerst eine CO2 Kartusche „scharf“ machen, d.h. sie so einbauen, dass sie auch CO2 abgeben kann.

SKS Airchamp Pro: Vorbereitung zum Aufpumpen

Dazu vorher die Verriegelung der Dichtung schließen, damit das CO2 nicht ungenutzt austritt.

SKS Airchamp Pro: Verriegelung

SKS Airchamp Pro: Verriegelung offen

Tja, und dann muss man nur noch das Ventil aufschrauben, den Airchamp aufstecken wie eine normale Luftpumpe, die Verriegelung lösen und die Luftzufuhr mit dem Ventilknopf freigeben.Und dann strömt die Luft in den Reifen. Dabei wird das Ventil eisig bereift (also Finger weg) und der Fahrradmantel wird ziemlich kalt. Klar, das ist die Kälte, die bei der Ausdehnung des CO2 entsteht. Da die Gaspatrone vom Airchamp voll umhüllt ist, läuft man nicht Gefahr, sich die Finger an der Patrone fest zu frieren 😉 Ich hatte den Eindruck, dass, wenn man gleich sehr viel Luft auf einmal einströmen lässt, das Ventil zufriert, bin dem aber nicht weiter nachgegangen.

Bei einem“Langzeittest“ haben wir eine Kartusche eingebaut, den Airchamp Pro verriegelt und nach ziemlich exakt 24 Stunden einen Rennradreifen mit 6,5 Bar aufgepumpt. Einen ernsthaft höheren Druck haben wir auch ohne die 24 Stunden Vorlauf nicht geschafft. Wir haben die beste Erfahrung  gemacht, wenn man das CO2 in mehreren Stößen in den Reifen lässt.

Beim Rennrad reich also eine Kartusche vollkommen, um sicher nach hause zu kommen. Wie weit das beim MTB reicht, haben wir mangels MTB gar nicht erst geprüft.

SKS Airchamp Pro: Luft auf Knopfdruck

SKS Airchamp Pro: Luft auf Knopfdruck

Fazit

Der SKS Airchamp Pro ist eine tolle Sache, speziell wenn man schnell den nötigen hohen Druck in einen Rennradreifen bringen will. Jeder muss selbst abwägen, ob ihm das den finanziellen Aufwand wert ist.  Der Preis für den Airchamp Pro ist in etwa mit dem Preis für eine kleine Rennradpumpe vergleichbar. Aber dann kostet eben einmal aufpumpen noch zusätzlich 1,80 €. Aber dafür geht es ganz schnell, eben auf Knopfdruck 😉

 

Über den Autor

Klaus

Klaus ist inzwischen neben Dominik einer der beiden Betreiber von Rund ums Rad. Er ist am liebsten auf dem Rennrad und im Sommer auf dem Triathlonrad unterwegs.

Klaus ist inzwischen bekannt für sein Faible für allerlei technische Spielereien.

2 Comments

  • Schöner Bericht, danke!

    Zwei, drei Ergänzungen dazu:

    Bin selber seit einem guten halben Jahr mit einer Kombi-Pumpe (manuell und CO2, von Topeak) unterwegs und möchte beide Funktionen nicht missen – für die ersten paar Volumenschübe in einen frisch entfalteten RR-Ersatzschlauch (komplett luftleer) ziehe ich manuelles Pumpen vor, aber der Rest nach dem Aufziehen geht natürlich mit CO2 unschlagbar schnell.

    Das mit dem Einfrieren der Dichtungen kann ich bestätigen, Topeak weist in der Anleitung auch darauf hin:
    Setzt man (nach längerem Pumpstoß, aber vor Ende des kompletten Befüllens) kurz ab, werden 20 Sekunden Pause empfohlen, weil die Dichtungen tatsächlich frostbedingt sehr spröde sein können. Ich habe aber auch schon eine Kartusche in einem Rutsch bis zum Druckausgleich (bei 5,5-6,5 bar) gebracht.

    Für großvolumige MTB-Reifen werden auch 24g-Kartuschen angeboten, die dürften aber in diese Kompakt-Pumpe bauartbedingt nicht rein passen. Bei offeneren Konstruktionen passen dann wohl beide Größen.

    Ein Zehnerpack 16g-Kartuschen (egal ob mit oder ohne Gewinde) bekommt man mittlerweile in der Bucht für einen Zehner inklusive Versand – also kostet einmal pump faul sein nur noch einen Euro 🙂

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