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Wahoo KickR Smarttrainer – Langzeittest

Hol dir die Straße ins Wohnzimmer. Mit einem realistischen Fahrgefühl und smarten Funktionen wie voller Zwift Kompatibilität soll der KickR Smarttrainer besonders im Winter für abwechslungsreiche Trainings sorgen. Unsere Langzeiterfahrungen…

Obwohl Wahoo mit dem KickR mit einen beachtlichen Vorreiter die Welt der Rollentrainer aufmischte, erwarteten zunächst nur Experten eine Revolution des Indoortrainings. Trotz bahnbrechender Features blieb das Indoortraining für viele nur lästige Qual. Heute lässt sich festhalten: Indoortraining hat den Radsport erweitert und wird längst nicht mehr belächelt. Plattformen wie Zwift haben die Wintermonate verändert und erste Rennteams formieren sich, um auch virtuell ihre Kräfte zu messen.

Abwechslungsreiche Trainingsfahrten auf Zwift und vielversprechende Trainingsprogramme machen Smarttrainer beinahe so unerlässlich wie das Kick-Off Trainingslager im Frühjahr. Von einem Hype zu sprechen, ist längst untertrieben.

Vorteile eines Smarttrainers:

Um es ohne Anspruch auf Vollständig auf den Punkt zu bringen, lassen sich Smarttrainer von normalen Rollentrainer durch die folgenden Features abgrenzen. Zunächst bieten Smarttrainer dank Direktantrieb und eigener Kassette eine deutlich geringere Lautstärke. Surrende Reifen auf einer Rolle gehören der Vergangenheit an. Gleichzeitig verhindert der direkte Antrieb ein Durchrutschen des Reifens. Ruckartiges Sprinttraining ist auf dem Smarttrainer kein Problem mehr. Heutige Smarttrainer verfügen über ein großes Schwungrad, das die Fahrt deutlich realistischer macht.

Der wohl größte Vorteil im Alltag sind die smarten Funktionen des Trainers wie Wattmessung und Software gesteuertes Training. Mit einer eingebauten Wattmessung ist der Trainer in der Lage, vorab konfigurierte Trainingsprogramme sekundengenau abzuspulen. Wer es etwas freier mag, kann mit Zwift durch die virtuelle Welt Watopia radeln. Geht es bei Zwift bergauf, erhöht sich der Widerstand und selbst Rennen sind möglich.

Langzeiterfahrungen mit dem Wahoo KickR:

Über 2 Jahre haben wir den Wahoo KickR nun schon im Einsatz. In den Wintermonaten kam der Trainer meist mehr als 3 Mal pro Woche zum Einsatz.

Bereits die leichte Montage konnte überzeugen. Standfüße ausklappen, Rad einhängen – danach mit dem PC oder per Bluetooth mit dem Tablet verbinden und schon es kann losgehen. Für die Montage im Rad bietet Wahoo Adapter für verschiedenste Achsstandards an. (Boost Standard ab den aktuellen KickR Modellen möglich). Verschiedene Laufraddurchmesser (28″, 26″, 29″) sind ebenfalls kein Problem.

Das Pairing mit dem Endgerät (in unserem Fall meistens ein Macbook mit Bluetooth) verlief über die gesamte Laufzeit hinweg problemlos. Die breite und sorglose Kompatibilität war uns bereits vom Wahoo ELMNT Radcomputer bekannt. Der Plug-and-Play Effekt funktionierte mit allen Programmen und das Signal über ANT+/Bluetooth war stets stabil. Die Trainingssteuerung mit Zwift vermittelt auf dem KickR ein sehr realistisches Fahrgefühl. Die massive Schwungmasse des Trainers und ein breiter Stand mit höhenverstellbaren Füßen machen auch harte Bergintervalle perfekt möglich. Die Widerstands-Steuerung per Funk funktionierte stets reibungslos und direkt.

Im Vergleich mit einer Power2Max Wattmessung war die Abweichung der Wahoo eigenen Messung sehr gering. Wattgenauem Training steht also nichts im Wege. Wahoo selbst gibt ähnlich zu Wattmesskurbeln +/- 2% Abweichung als Richtwert an.

Besonders lobenswert ist die hohe Qualität des Trainers. ALLES am Kickr ist „massiv“. Das Gerät wiegt insgesamt ca. 21 Kilogramm und besteht aus robustem Metall. Alle beweglichen Teile laufen weiterhin geschmeidig und die Oberfläche ist von Kratzern, Schäden oder Rost verschont geblieben. Für die stolzen über 1000€ bekommt man hier einen treuen Begleiter für unzählige Kilometer.

Einziges Manko des KickR ist die Lautstärke. Zwar weit entfernt von ohrenbetäubendem Lärm von Rollentrainern, entwickelt der Wahoo KickR immernoch einen ordentlichen Pegel, der unter Umständen zu Problemen mit den Mitbewohnern führen kann. Nach eigenen Erfahrungen kann die Konkurrenz (Tacx Neo) im Punkto Lautstärke mehr Vorteile bieten. Etwas Abhilfe schaffen vibrationshemmende Matten zum Unterlegen – bekannt als Unterlage für Waschmaschinen.

Fazit:

Mit erstklassiger Verarbeitung und voller Sorglosigkeit im Dauereinsatz kann der Wahoo KickR alle Versprechen seiner Features bestätigen. Wir sind begeistert!

Mehr unter: https://de-eu.wahoofitness.com/devices/bike-trainers

Über den Autor

Dominik V.

Dominik ist Mitbegründer und gemeinsam mit Klaus Betreiber der Rund-ums-Rad.info Website Er ist aktiv bei nationalen Cross-Country und Rennradrennen am Start.

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