Velomobil

Eine besondere Bauart von Fahrrädern stellt das Velomobil (velo=Fahrrad) dar.

Auch hier handelt es sich zunächst um ein muskelbetriebenes Fahrzeug.

Der Unterschied zu einem herkömmlichen Fahrrad besteht aber darin, dass das Velomobil eine geschlossene Verkleidung besitzt, welche den Fahrer vor Wind und Regen schützt.
Als Grundlage für das Velomobil dient meist ein Liegerad mit in der Regel drei Rädern.
Im Gegensatz zu Rikschas, welche ja auch in einer gewissen Art und Weise einen Schutz bieten, ist das Velomobil aber deutlich sportlicher ausgelegt und ist auch viel leichter.

Beim Velomobil ist eine Unterstützung durch einen Elektromotor auch möglich. Verbrennungsmotoren werden hierbei selten verwendet.

Grund hierfür ist, dass der Verbrennungsmotor dem Gedanken auf eine gesunde und umweltschonende Fortbewegungsmöglichkeit widerspricht.

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Triathlonrad

Eher als Spezialrad anzusehen ist das Triathlonrad.
Es werden beim Triathlon folgende unterschiedliche Strecken zurückgelegt:

  • Langdistanztriathlon 180 km
  • Mitteldistanz 80 – 90 km
  • Kurztriathlon 40 km
  • Volksdistanz 20 km

Beim Triathlonrad ist es daher von den Anforderungen besonders wichtig, dass eine gute Aerodynamik vorliegt.
Um dies zu ermöglichen wird ein spezieller Lenker verwendet, auf welchen die Unterarme aufgelegt werden können.
Dies hat neben der flachen und aerodynamischen Sitzhaltung auch den Vorteil, dass der Fahrer die Oberame nach dem zuvor stattgefundenen Schwimmen ausruhen und entspannen kann.
Auch in Bezug auf die Laufräder wurde viel Wert auf Aerodynamik gelegt. Hier werden oft sog. „Trispokes“ also Dreispeicher verwendet.

In Sachen Rahmengeometrie ist das Triathlonrad der speziellen Sitzhaltung des Fahrers angepasst. Mit 76° – 78° ist dieser etwas steiler als beim herkömmlichen Rennrad. Dies hat den Grund, dass die Oberschenkel beim Treten nicht an den Oberkörper stoßen, da der Fahrer ja extrem flach sitzt. Zudem soll hierdurch erreicht werden, dass die Muskulatur für den anschließenden Lauf weniger Belastet wird.
Aufgrund des kurzen Hinterbaus wurden ursprünglich 26“ Laufräder verwendet. Zwischenzeitlich findet man hauptsächlich aber 28“ Laufräder beim Triathlonrad.

Mit einem Gewicht von ca. 7-9 kg ist das Triathlonrad zudem noch extrem leicht.

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Tieflieger

Als ein besonderer Typ des Liegerads zählt der Tieflieger oder engl. Lowracer.

Größtes Unterscheidungsmerkmal des Tiefliegers ist die extrem niedrige Sitzhöhe von meist weniger als 35 cm im Gegensatz zu den anderen Liegeradtypen.

Die Sitzposition ist so tief, dass der Fahrer sich in normaler Sitzposition mit der Hand am Boden abstützen kann.

Da die tiefe Sitzposition den Luftwiderstand stark minimiert ist der Tieflieger somit ein schnelles aber dennoch komfortables Fortbewegungsmittel.

Gemeinsamkeiten mit anderen Liegerädern bestehen dennoch und zwar in der Art, dass das Tretlager wie beim Kurzlieger auch ganz vorn angebracht ist. Zudem sitzt das Tretlager beim Tieflieger meist deutlich höher als die Sitzfläche selbst.

Dies hat zum einen den Vorteil, dass in Bezug auf den Luftwiderstand die Beine eine kleine Angriffsfläche bieten und zum anderen für eine gute Ergonomie, da hier der Körperöffnungswinkel (Winkel zwischen Beine und Oberkörper) ähnlich wie beim Rennrad ist.

Vom Tieflieger gibt es die unterschiedlichsten Konstruktionen. Hier nur ein paar Aufzählungen:

  • unterschiedliche Reifengrößen von 20″ / 20″ über 20″ / 26″ bis zu 20″ / 28″ (vorne / hinten)
  • Frontantrieb oder Hinterradantrieb
  • unterschiedliche Sitzwinkel von unter 25° bis zu 45°

Viele Tieflieger sind sogar Alltags- und Tourentauglich. Diese sind oft mit Federung und Vorrichtungen für die Aufnahme von Gepäcktaschen ausgerüstet.

Der klassische Tieflieger mit einem Stahl- oder Aluminiumrahmen wiegt meist so zwischen 10 und 16 kg.

Extrem leichte Modelle schaffen es teilweise sogar unter 8 kg.

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Sesselrad

Ebenfalls zur Familie der Liegeräder gehört das Sesselrad oder auch Scooterbike.

Bei dieser Form des Liegerades sitzt der Fahrer aufrecht auf einem Sitz der stuhlartig geformt, gefedert und teilweise mit Stoff bespannt ist.

Vergleicht man das Sesselrad mit einem gewöhnlichen Fahrrad, so ist dessen Luftwiderstand geringer und es wird daher auch weniger Kraft beim Treten benötigt.

Um beim Start einen kräftigen Antritt zu gewährleisten, hat das Sesselrad eine Rückenstütze welche bereits im Beckenbereich anfängt.

Ein weiterer Vorteil gegenüber dem klassischen Fahrrad mit Diamantrahmen ist, dass wenn man mit dem Sesselrad anhält, die Beine sofort am Boden sind ohne dass der Fahrer vom Sattel aufstehen oder sich sonst verbiegen muss.

Eine entspannte Fahrt entsteht auch dadurch, dass die Handgelenke nur noch den Unterarm tragen müssen und nicht mehr die Vorderradstöße oder gar das Gewicht vom Oberkörper abfangen müssen. Somit wird auch ein Einschlafen der Finger oder gar ein Taubheitsgefühl vermieden.

Auch in Sachen Sicherheit hat das Sesselrad einen Vorteil gegenüber einem herkömmlichen Fahrrad. Bei einem Aufprall sind die Füße der vorderste Punkt und nicht der Kopf welcher viel weiter hinten liegt.

Vergleicht man die Sitzposition des Sesselrades mit einem klassischen Liegerad, so fällt auf, dass der Fahrer im Sesselrad aufrechter sitzt. Dies liegt an der Lehnenneigung des Sitzes, welcher beim Sesselrad deutlich steiler ist.

Diese aufrechtere Sitzhaltung soll Verspannungen im Nackenbereich reduzieren und Stöße von der Wirbelsäule fern halten.

Zudem hat man eine bessere Rundumsicht, da man sich auf Augenhöhe mit den Autofahrern befindet.

Von Umsteigern wird meist die Pedalhöhe des Sesselrades als angenehm empfunden, da diese in Relation zur Sitzhöhe meist tiefer liegt als beim Liegerad. Somit unterscheidet sich die Fahrtechnik weniger stark vom klassischen Fahrrad.

Auch in Sachen Gepäcktransport bieten Sesselräder ähnliche Möglichkeiten wie andere Liegeräder. Es ist teilweise ohne Probleme möglich bis zu 4 Gepäcktaschen am Gepäckträger und unter der Sitzfläche anzubringen. Somit ist das Sesselrad alltagstauglich und auch für kleine Touren bestens geeignet.

Für längere Touren sind sie jedoch nicht so sehr geeignet. Hier bietet sich eher ein Kurzlieger an.

Kurzum gesagt, ist das Sesselrad für Personen geeignet, die sich sportlich nicht sehr hoch einschätzen und eher gemütlich fahren möchten.

Durch seine Eigenschaften werden Sesselräder teilweise auch von Senioren oder von Menschen mit leichten körperlichen Bewegungseinschränkungen oft in Gebrauch genommen.

Das Bild wurde zur Verfügung gestellt von HP Velotechnik


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Semitieflieger

Als ein besonderer Typ des Liegerades gilt der Semitieflieger.

Der Semitieflieger ist eine Zwischenform von Kurzliegern und Tiefliegern. Da die Typenbezeichnungen bei den Liegerädern bei manchen Modellen fließend ineinander übergehen, ist eine genaue Zuordnung meist sehr schwer.

Der Semitieflieger hat eine Sitzhöhe im Bereich von 35-45 cm was ein sportliches Fahren mit niedrigem Luftwiderstand ermöglicht.

Der Semitieflieger hat eher eine gemäßigte Tretlagerüberhöhung im Vergleich zum klassischen Tieflieger.

Viele Semitiefliegermodelle sind Alttagstauglich aber auch für den Toureneinsatz gerüstet. Es ist ohne Probleme möglich bis zu vier Fahrradtaschen am Semitieflieger anzubringen.

Bekannter Tieflieger „Speedmachine” von HP Velotechnik

Speedmachine Race von HP Velotechnik

Die Bilder wurden zur Verfügung gestellt von HP Velotechnik

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Mofa

Unter einem Mofa versteht man nichts anderes als ein Motorisiertes Fahrrad. Da dieser Begriff aber zu lange war, wurde kurz Mofa daraus gemacht.

Wie schon der Name sagt, besitzt das Mofa einen Motor zur Fortbewegung, welcher die Kraft über die Kette oder einen Riemen auf das Hinterrad leitet (beim Velosolex auf das Vorderrad). Hier ist bereits der erste Gegensatz zum klassischen Fahrrad zu finden, da dieses mit reiner Muskelkraft betrieben wird.

Heutzutage haben fast alle Mofas eine Vollautomatik was das Kuppeln nicht mehr notwendig macht.

Das klassische Mofa hat wie das Fahrrad auch Pedale. Diese dienen zwar auch dem Bremsen (Rücktrittbremse) wie beim Fahrrad, aber zum Treten für die Fortbewegung sind die Pedale nicht gedacht. Das vorwärtstreten der Pedale dient eher zum starten des Motors. Es sei denn, der Motor ist defekt oder der Tank ist leer. In diesem Falle kann durch das Treten das Mofa auch bewegt werden. Jedoch lassen sich hier nur kurze Strecken überwinden, da die Übersetzung nicht gerade für das schnelle Vorankommen durch das Treten gedacht ist. Während der Fahrt werden die Pedale als Fußstützen verwendet.

Für ein Mofa gibt es jedoch einige wichtige Regelungen im Gegensatz zum Fahrrad.

So muss beim Fahren in Deutschland ein Versicherungskennzeichen angebracht werden und der Fahrer muss über eine sog. Prüfbescheinigung verfügen.


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Liegetandem

Ein Liegetandem ist ganz einfach gesagt ein Liegerad für zwei Fahrer.

Da dieses Fahrrad in der Länge viel Platz einnimmt, wird der Rahmen zum besseren Transport oft so konstruiert, dass er teilbar ist.

Das Liegetandem wird meist in Kleinserien von spezialisierten Liegeradherstellern gebaut und bietet folgende Varianten:

  • wie beim Tandem, so dass beide Fahrer in die gleiche Richtung also nach vorne schauen
  • der Stoker fährt entgegen der Fahrtrichtung also ein sog. Rücken-an-Rücken oder Janus-Tandem
  • der Antrieb ist auf das Hinterrad gekoppelt
  • getrennter Antrieb auf jeweils ein Laufrad was den Vorteil hat, dass jeder Fahrer seine eigene Trittfrequenz einstellen kann
  • entweder sesselähnliche Sitze für eine aufrechte Sitzposition oder aber flache Schalen für eine bessere Liegeposition
  • oder aber als Tieflieger für den Renneinsatz


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