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Cyclocross DM 2013

Januar 2013, -2 Grad und leichter Schneefall. Das perfekte Wetter um auf der Couch zu liegen aber garantiert nicht um Rad zu fahren, oder? 
Die deutsche Cyclocross-Elite tickt anders und fuhr heute ihren Deutschen Meister 2013 aus. Impressionen gibt´s hier.

Die Stadt Bad Salzdetfurth ist für viele Mountainbiker schon länger ein Begriff. Schon mehrmals war die Solestadt Austragungsort der MTB Bundesliga aber ab 2012 ist sie nun auch für Cyclocrossfahrer ein Begriff. Im Rahmen des Deutschland-Cups wurde die 3,2 km lange Strecke im Herbst 2012 bereits getestet. Die Szene war voll des Lobes gegenüber der Sportstadt Bad Salzdetfurth und den Organisatoren des Radsportteams Focus Rapiro-Racing.

Das Starterfeld zeigte sich gespickt mit allen hochkarätigen Fahrern. Nur die mehrfache Meisterin Hanka Kupfernagel musste krankheitsbedingt absagen.

Die Favoritin im 45 minütigen Damenrennen war von nun an Sabrina Schweizer vom Team Rapha Focus. Vom Start weg, konnte sie sich bereits etwas absetzen und fuhr in den ersten beiden Runden circa 15 Sekunden Vorsprung heraus. In der Abfahrt zeigte sie sich stark und führte die schmalen Reifen sicher durch die gefrorenen Spurrillen und tiefen Sandpassagen.

Trixi Worrack schaffte es jedoch immer mehr Zeit gut zu machen und konnte an Sabrina heran fahren. Diese war von kleinen Materialproblemen geplagt und auch fahrtechnisch ließ sie nach. Schließlich konnte Trixi vorbeigehen. Von nun an ging sie auf Nummer sicher und schulterte ihr Rad in den schweren Abfahrten. Ihre Strategie zahlte sich aus und sie überquerte schließlich als erste die Ziellinie.

Während des Damenrennens fanden immer mehr Zuschauer den Weg in den Bike Outdoor Park Bad Salzdetfurth. Vor allem am ersten Anstieg versammelten sich die Menschenmengen. Hier war große Action zu erwarten und neben dem Anstieg ist hier auch eine Abfahrt einsehbar, auf der die Fahrer teils akrobatisch versuchten auf dem Rad zu bleiben.

Zunächst wühlte sich das Starterfeld nach dem Startschuss jedoch durch den Schlamm und Sand am Anstieg. Die lauten Anfeuerungsrufe machten die Schmerzen und Qualen wohl wenigstens etwas erträglicher. Nach kurzer Zeit konnten sich bereits Philip Walsleben und Marcel Meisen absetzen. Die beiden Weltcupfahrer waren fahrtechnisch überlegen und begeisterten die Zuschauer. Den Schlammanstieg konnten sie sogar fahrend bewältigen, was kein anderer Fahrer schaffte. Routiniert bauten sie ihren Vorsprung aus und ließen sich auch vom Überlaufen der Barrieren und der Treppe nicht aus dem Rhythmus bringen. In der vorletzten Runde konnte sich Walsleben dann am Anstieg durchsetzen und fuhr das Rennen schließlich nach Hause. Er darf sich nun 12 Monate lang deutscher Meister nennen. Auf den dritten Platz fuhr der Titelverteidiger Christoph Pfingsten.

Über den Autor

Dominik V.

Dominik ist Mitbegründer und gemeinsam mit Klaus Betreiber der Rund-ums-Rad.info Website Er ist aktiv bei nationalen Cross-Country und Rennradrennen am Start.

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