Bike Licht

OutLed Hellena 3.5 im Bikelampentest 2013- Erste Erfahrungen

Mit der OutLed Hellena 3.5 folgt nun bereits im zweiten Bericht unseres Bikelampentests 2013 das Luxusmodell unserer acht Testlampen. 269€ kostet die Lampe mit der wertvollen Gravur „Made in Germany“ und 1300 Lumen Leistung. Doch ist sie das viele Geld wert und kann sie sich von Preisknallern wie einer Magicshine absetzen?

IMG_3899klein269€ für eine Bikelampe, natürlich war auch unsere Testredaktion ganz besonders gespannt auf die Performance dieser Luxusleuchte. Der erste Eindruck unserer Testredaktion beim Auspacken:

IMG_3910klein„Ja, die Lampe ist nicht gerade günstig aber dafür erhält man neben der sehr hochwertig verarbeiteten Lampe einen Aufbewahrungskoffer, Zubehör wie ein KFZ Ladegerät und Qualität in allen Elementen. Alle im Lieferumfang enthaltenen Teile bestechen durch eine super Haptik und Verarbeitung. Qualität „Made in Germany“.“

IMG_3948kleinDoch nun erst einmal ab auf den Trail, denn die Ausleuchtung lässt sich nur hautnah bewerten. Mit 1300 Lumen ist die eher teure Lampe kein Helligkeitswunder. Eine fast 100€ günstigere Bikeray Lampe erhellt den Wald in etwa genauso gut. Im Lumen/Preisvergleich ist die OutLed somit schwächer. Hier kann uns die 180€ teure aber satte 2200Lumen starke Magicshine MJ-880 U2 am meisten überzeugen. Beim Preis in Höhe von 269€ hätten wir etwas mehr von der OutLed erwartet. Dennoch ist der Wert und die getestete Fernsicht natürlich kein Grund zur Sorge, denn auch mit der OutLed ist man immer noch stets sicher auf dem Trail unterwegs. Auch bei schnellen Abfahrten wird man nicht vom Licht limitiert. Doch leider können dies die günstigeren Modelle der Konkurrenz ebenso gut. Die OutLed ist trotz des Aufpreises nicht stärker.

Ganz besonders zu loben ist jedoch die angenehme Lichtfarbe der OutLed. Im Testalltag konnte die OutLed schnell den Spitznamen „Wohnzimmerlampe“ ergattern. Während die Konkurrenz nur sehr weißes, kaltes Licht liefert, fühlt man sich mit dem wärmeren der OutLed deutlich wohler im Wald. Es war wirklich erstaunlich wie gern wir sie einsetzten. „Ey leuchte mir mal mit der Wohnzimmerlampe, irgendwas ist mit meiner Kurbel.“, bat mich beispielsweise einmal unser Autor Lukas um Hilfe. Mit dem natürlicheren Licht der OutLed ließ es sich deutlich angenehmer Arbeiten und letztendlich war das „Wohlfühlambiente“ natürlich auch bei hohen Geschwindigkeiten auf dem Trail nützlich.

Outled Ausleuchtung

Im Leuchtbild sind sich die Bikeray und die OutLed sehr ähnlich. Das Verhältnis aus Leuchtweite und -Breite ist für schnelles Mountainbikefahren bei beiden sehr gut gewählt. Im Zubehörkatalog des Herstellers kann bei OutLed noch eine 28° Streuscheibe für 10€ erworben werden, die den Lichtkegel verbreitert.

sonne im waldIm Testeinsatz zeigte sich die OutLed äußerst unauffällig. Aussetzer oder Probleme hatten wir keine und sind uns (im Gegensatz zur Magicshine MJ) auch nicht bekannt. Eine durchdachtes Innenleben, unter anderem mit einer Temperaturregelung, wird ihren Teil dazu beigetragen haben.

Als Leuchtstufen stehen dem Anwender ein Modus „Tagfahrlicht“, 50% und 100% Leistung zur Verfügung. (s. Berichtende für Vergleichsbilder) Des Weiteren können sich ganz extreme Outdoorspezialisten mit einer SOS-Funktion stets sicher fühlen. Die Bedienung wird per Schalter und nicht am Lampenkopf direkt betätigt. Dies kann natürlich sehr vorteilhaft sein, wenn man die Lampe beispielsweise am Lenker montiert und den Schalter ganz nah an die Hand montiert, sodass er einfach mit dem Daumen erreichbar ist. Wir hatten die OutLed jedoch auf dem Helm montiert. Der Akku wurde sehr komfortabel in der Trikottasche transportiert, doch wohin mit dem Schalter? Meist baumelte an der Brust. Wer einen Rucksack verwendet, kann ihn auch am Brustgurt festmachen aber Racer finden eher schwer eine Anbringungsmöglichkeit.

IMG_4018kleinDie Akkulaufzeit ist in Anbetracht des Preises etwas niedrig. 2,5h lässt sich die Lampe auf höchster Stufe betreiben. Für die meisten scheint dies auszureichen aber das bereits getestete Bikeray III Advanced Set mit einem 5200mAh Akku für nur 180€ kommt fast 4h ohne neues Laden aus! Der Ladestand lässt sich im Betrieb der OutLed sehr angenehm am Schalter ablesen, der drei Leds (grün, gelb, rot) enthält. Und wenn der Akku mal zur Neige geht, bringt einem die Sicher-Nach-Hause Funktion dennoch nach Hause und man wird nicht im Dunkeln stehen gelassen! Unsere Redaktion empfiehlt beim Kauf  persönlich abzuwägen, ob man nicht in einen starken Akku investieren möchte. Für einen sehr günstigen 24€ Aufpreis, kann man das OutLed Set mit dem Akku M mit der doppelten (5h) Akkulaufzeit erhalten!

IMG_4008kleinBeim Kauf hat der Biker die Wahl zwischen mehreren Anbringungsmöglichkeiten. Wie bereits erwähnt, lässt sich die Lampe mit einem Rohrhalter am Lenker montieren oder mit zwei verschiedenen Helmhalterungen. Wir hatten den normalen Radhelmhalter im Testeinsatz. Der hochwertige Halter besteht aus Edelstahl und wird mit einem zuverlässigen Klettband befestigt. Ein sehr schönes und wertiges System. Endlich mal kein Plastik! Auch das Tragen der Lampe überzeugte unauffällig, denn die Outled wiegt nur 84g (mehr als 20g weniger als eine Bikeray) und war festgezurrt sehr sicher angebracht. Doch perfekt war auch diese Halterung nicht. Der Abstrahlwinkel der Lampe ist nur durch Verbiegen der Edelstahlhalterung zu Verändern. Verwendet man nur einen Helm und montiert die Lampe konsequent an der gleichen Stelle, so kann man sich einmal die Zeit nehmen und die Halterung anpassen aber wer auch mal den Helm wechselt oder die Lampe verleiht, wird mit dem normalen Helmhalter nicht glücklich. Wir können diese Halterung nicht empfehlen und raten zur Investition in die Helmhalterung Pro, die mit einem verstellbarem Gelenk für eine einfache Handhabung sorgt. Leider wird das Lampenset so noch einmal etwas teurer.

Wer da noch etwas Geld übrig hat, kann sich die Lampe individualisieren lassen. Der Hersteller bietet an für 29€ den Lampenkopf mit einer Lasergravur versehen zu lassen. So wird die eh schon hochwertig verarbeitete Lampe zum absoluten Luxus-Hingucker!

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Das erste Fazit:

Der Preis in Höhe von 269€ erscheint in Anbetracht der Lichtleistung etwas zu hoch. Das Leuchtbild der OutLed mit 1300 Lumen kann man bereits mit Lampen für unter 200€ erreichen. Die Akkulaufzeit des Sets ist ebenfalls nicht dem hohen Preis entsprechend. Doch die Vorzüge der OutLed Hellena 3.5 sind definitiv da. Keine andere Lampe im Test bietet eine so gute Haptik und Verarbeitungsqualität. Das Zubehör ist mit einem KFZ-Ladegerät und einem praktischen Transportkoffer Extraklasse! Die Bedienung per Schalter statt am Lampenkopf ist neben der wärmeren und angenehmeren Farbtemperatur ebenfalls ein Pluspunkt gegenüber günstigeren Modellen des Marktes.

[box type=“info“]Den genauen Vergleich zwischen den Testlampen werden wir demnächst in einem separaten Bericht liefern. Erfahrungen bezüglich der Dauerhaltbarkeit werden in diesem Fazit ebenfalls noch nicht berücksichtigt, da wir euch diese erst 2014 nach mehreren Monaten Testeinsatz verkünden können.[/box]

Produktdetails und Kurzinfos:

  • Lichtstärke 1300 Lumen (Tagfahrlicht, 50%, 100% Helligkeitsstufen und SOS)
  • Akkukapazität 2400 mAh 
  • Akkulaufzeit 2,5h auf höchster Stufe
  • Lampenkopfgewicht nur 84g!
  • Made in Germany
  • Bedienung per Schalter am Kabel
  • Ladestandsinfo mit drei LEDs am Schalter 
  • äußerst robustes Aluminiumgehäuse mit extra Schutzscheibe
  • durchdachte Hitzeschutzsteuerung 
  • KFZ-Ladegerät und Aufbewahrungstasche im Lieferumfang enthalten
  • Streuscheibe 28° für breitere Ausleuchtung für 10€ erhältlich (nicht getestet) 
  • Lenkermontage oder Helmmontage möglich
  • inkl. Transportkoffer für den Lampentransport (s. Bild unten)
  • 2 Jahre Herstellergarantie
  • Made in Germany
  • Preis: 269€

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Weitere Lampentests: www.rund-ums-rad.info/testabteilung/

logo outledWeitere Produktinfos unter: www.out-led.de

 

Alle Bilder: (c) Dominik Voss (Freier Autor)

Über den Autor

Dominik V.

Dominik ist Mitbegründer und gemeinsam mit Klaus Betreiber der Rund-ums-Rad.info Website Er ist aktiv bei nationalen Cross-Country und Rennradrennen am Start.

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